Eigene Modellrechnung: nur den Kosteneffekt verändern
Wir betrachten 150 € Einzahlung jeweils am Monatsende über 30 Jahre. Startkapital, Förderung, Steuern und Inflation bleiben für diese isolierte Illustration außen vor. Vor Kosten werden jedes Jahr unverändert 5 % Wertentwicklung angenommen. Vereinfacht wird der jährliche Kostensatz davon abgezogen. Die Tabelle ist eine eigene mathematische Szenariorechnung, keine Marktstudie und keine Renditeprognose.
Isoliertes Kostenszenario, monatliche Einzahlung 150 € über 30 Jahre| Modellkosten pro Jahr | Vereinfachte Rendite nach Kosten | Modellkapital am Ende |
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| 0,3 % | 4,7 % | 116.035 € |
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| 1,0 % | 4,0 % | 102.791 € |
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| 2,0 % | 3,0 % | 86.807 € |
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Wie Sie diese Tabelle nachrechnen können
Für die jeweilige jährliche Modellrendite p wird der Monatszins als r = (1 + p)^(1/12) − 1 bestimmt. Das Endkapital ergibt sich aus 150 × ((1 + r)^360 − 1) / r. Die gesamten eigenen Einzahlungen betragen 54.000 €. Gerechnet wird intern ohne Euro-Rundung; die Tabelle rundet erst die dargestellten Endwerte.
Eine gleichbleibende jährliche Rendite glättet den tatsächlichen Kapitalmarktverlauf. Der isolierte Ansatz eignet sich, um die Größenordnung einer Kostendifferenz zu erklären. Er bildet keine tatsächlichen Buchungszeitpunkte eines Vertrags ab. Für Ihren vollständigen Vergleich müssen Förderung, konkrete Kostenarten und die steuerlichen Annahmen wieder einbezogen werden.
Gezahlte Gebühren und entgangenes Vermögen trennen
Eine laufende Gebühr entnimmt Geld aus dem investierten Bestand. Dieses Geld kann in späteren Jahren nicht mehr mitarbeiten. Der Abstand zwischen zwei Endwerten enthält deshalb sowohl direkte Kostenunterschiede als auch die daraus entstehende unterschiedliche Wertentwicklung. Wer den gesamten Abstand als „gezahlte Gebühren“ bezeichnet, beschreibt die Rechnung ungenau.
Um die tatsächlich gezahlten Kosten zu ermitteln, müsste eine Simulation jede vereinbarte Gebühr zu ihrem jeweiligen Zeitpunkt buchen und aufaddieren. Ein effektiver Kostensatz ist wiederum eine zusammenfassende Größe. Diese Perspektiven können nützlich sein, müssen aber erkennbar voneinander getrennt werden. Fragen Sie bei einem Angebot nach der jeweils verwendeten Definition.
Wann eine teurere Lösung trotzdem geprüft werden sollte
Ein höherer Preis lässt sich nicht allein mit einem höheren Modellendwert oder dem Wort Beratung rechtfertigen. Es braucht konkrete, nachvollziehbare Leistungen, die für Sie einen Nutzen haben. Dazu können je nach tatsächlichem Angebot bestimmte Vertragsoptionen oder eine laufende Begleitung gehören. Ob diese vorhanden und angemessen sind, muss belegt werden.
Vergleichen Sie deshalb nicht nur einen Prozentsatz, sondern auch den Umfang und die Bedingungen. Die kostengünstigste Rechnung ist ebenfalls nicht automatisch die passende Lösung, wenn Sie eine benötigte Leistung vermissen. Solange reale Produktunterlagen fehlen, verwenden Sie veränderbare Kostenannahmen und halten die offene Produktfrage ausdrücklich fest.