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Altersvorsorgedepot ab 2027 · verständlich entscheiden

Wer ist beim Altersvorsorgedepot förderberechtigt?

Sie müssen keine steuerrechtliche Kategorie kennen, um Ihre Möglichkeiten zu prüfen. Ausgangspunkt sind Ihre Beschäftigung, Ihre Lebenssituation und gegebenenfalls die Situation Ihres Ehepartners.

Redaktionelle Verantwortung: John Pierre Galrao · Inhaltlich geprüft:

Aus der Höhe Ihres Einkommens allein lässt sich kein Förderanspruch ableiten. Unbekannte Voraussetzungen bleiben eine offene Frage.

Beginnen Sie mit Ihrer tatsächlichen Situation

Angestellte und Auszubildende mit Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung gehören typischerweise zum begünstigten Personenkreis. Auch bestimmte Kindererziehungszeiten, häusliche Pflege und Entgeltersatzleistungen können relevant sein. Entscheidend ist die konkrete rentenrechtliche Einordnung; die Alltagsschilderung „Ich habe ein Kind“ oder „Ich helfe meinen Eltern“ genügt dafür nicht.

Ein Minijob ohne eigene Rentenbeiträge ist anders zu behandeln als ein Minijob mit eigener Versicherungspflicht. Bei Renten ist zwischen voller Altersrente und anderen Rentenarten zu unterscheiden. Wenn Ihre Situation nicht eindeutig in die Auswahl passt, zeigt unser FörderCheck einen Klärungsweg. Ein scheinbar vollständiges Ergebnis mit angenommener Förderung wäre in diesem Fall weniger hilfreich.

Mit Ihren Angaben weiterdenken

Ihre Förderung und spätere Leistung

Rechner in groß öffnen

Die vollständigen ursprünglichen Rechner bleiben nutzbar. Gemeinsame Angaben werden im selben Browser Tab übernommen. Bruttoeinkommen und zu versteuerndes Einkommen sind getrennte Angaben.

Für einige Berufsgruppen kommen weitere Voraussetzungen hinzu

Bei Beamten und entsprechenden Statusgruppen spielt die erforderliche Zustimmung zur Datenübermittlung eine Rolle. Für Selbstständige und bestimmte Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen wurden die neuen Regeln erweitert. Dort gehören die einschlägigen Einkünfte, die steuerliche Erklärung beziehungsweise die konkreten Mitwirkungsvoraussetzungen in die Prüfung.

Die Auswahl Ihres Berufs ist deshalb der Beginn und nicht das Ende der Einordnung. Der Rechner erklärt die benötigten Bedingungen an der gewählten Situation. Eine Bestätigung soll sich auf tatsächlich geklärte Tatsachen beziehen. Wenn Sie einen Begriff oder die Abgrenzung Ihrer Einkünfte nicht sicher beurteilen können, lassen Sie den Punkt offen und fragen Sie gezielt nach.

Förderung über den Ehepartner ist eine eigene Konstellation

Wer keinen eigenen unmittelbaren Anspruch hat, kann unter Voraussetzungen über einen nicht dauernd getrennt lebenden Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner berücksichtigt werden. Dazu gehören ein eigener Vertrag und ein eigener jährlicher Mindestbeitrag. Die Förderung hängt außerdem von der unmittelbaren Berechtigung und dem Vertrag des anderen Partners ab. Eine unverheiratete Partnerschaft genügt dafür nicht.

Die mittelbare Grundzulage richtet sich nach dem geförderten Beitrag des unmittelbar Berechtigten und ist auf 175 € begrenzt. Auch die Basis einer diesem Partner zugeordneten Kinderzulage ist gesondert zu beachten. Ein geringer eigener Beitrag allein erzeugt also nicht automatisch den gleichen Anspruch wie die unmittelbare Berechtigung. Die Vertragsförderregime beider Partner müssen zusammenpassen.

Beispiel: gleiche Einkommen, unterschiedliche Antworten

Zwei Personen geben jeweils 36.000 € Bruttojahreseinkommen an. Die erste zahlt als Arbeitnehmerin Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Die zweite erhält ausschließlich Mieteinnahmen und ist nicht aus einem anderen Grund begünstigt. Die identische Zahl beantwortet ihre Förderfrage nicht. Zuerst muss die persönliche Anspruchsgrundlage feststehen.

Auch ein Wechsel während des Jahres kann die Prüfung verändern. Bewahren Sie die zur Situation passenden Nachweise auf, beispielsweise zur Beschäftigung, Kindererziehung, Pflege oder steuerlichen Einordnung. Die Liste soll Ihnen helfen, eine konkrete Rückfrage zu formulieren; sie ersetzt keine individuelle Entscheidung durch die zuständige Stelle.

Diese Angaben brauchen Sie für den ersten Check

Wählen Sie Ihre Lebenssituation, ergänzen Sie das für die Altersgrenzen benötigte Geburtsdatum und entscheiden Sie, ob Kinder beziehungsweise ein Ehepartner einbezogen werden sollen. Für eine reine Zulagenbetrachtung ist eine Steuerschätzung noch nicht nötig. Erst wenn Sie die zusätzliche steuerliche Wirkung vertiefen möchten, werden Einkommensangaben relevant.

Die Förderbedingungen werden für das jeweilige Beitragsjahr geprüft. Ein heutiger Anspruch ist keine Zusage für sämtliche künftigen Jahre. In einer langen Projektion müssen Berufswechsel, Ende der Kinderförderung und andere Veränderungen als Annahmen erkennbar sein. Wenn ein Punkt offen bleibt, ist eine gezielte Förderfrage der passende nächste Schritt.

Primärquellen und Prüfstand

Geprüft am 30. Oktober 2026. Gesetzliche Regeln, Herstellerinformationen und eigene Modellbeispiele werden getrennt behandelt. Einzelne amtliche FAQ Abschnitte wurden bei eingeschränktem Direktabruf zusätzlich anhand des offiziellen Suchindexes und der beschlossenen Gesetzesfassung abgeglichen.

  1. LVM: aktueller Produktstand, Förderung und Berechtigung
  2. Bundesfinanzministerium: Fragen und Antworten zur Reform
  3. Deutscher Bundestag: beschlossene Ausschussfassung 21/4996

Methodik, Versionen und bekannte Vereinfachungen